1. Thermische Desinfektion

Gemäß DVGW Arbeitsblatt W 551 können bakterienbelastete Trinkwasseranlagen mit heißem Wasser desinfiziert werden. Diese sogenannte Thermie basiert darauf, dass Bakterien bei einer Temperatur von 70 Grad C nach etwa 3 Minuten absterben. Die Vorschrift verlangt dementsprechend, dass im Zirkulationsrücklauf am Speicher die besagten 70 Grad C anliegen müssen. Wird dann an jedem Entnahmehahn, beginnend am vom Speicher entferntesten Hahn, 3 Minuten lang Wasser mit dieser Temperatur abgeregnet, sterben die Bakterien im sogenannten Biofilm in großer Zahl ab.

 

Eine Woche später ist der Erfolg der Maßnahme durch eine erneute Beprobung zu belegen.

 

Vorteile der Thermie:

> kann ohne weitere Installationen durchgeführt werden

> keine Chemie

Nachteile der Thermie:

> extremer Energie- und Wasserverbrauch

> extreme Belastung für Heizung und Rohrleitungssystem

> selten dauerhaft erfolgreich

> entfernt nicht den Biofilm aus den Rohren

Dokumentationspflicht

Die korrekte Durchführung der Thermie ist zu dokumentieren, die Einhaltung der Temperatur ist zu überwachen und aufzuzeichnen. Wir erledigen das für Sie. Gerichtsfest.

Übrigens: Ihr Heizungsinstallateur darf sich nicht selbst die Qualität seiner Arbeit attestieren. Das trifft für alle Handwerker zu.